Matra-Simca, 1974, Bagheera
Matra-Simca Bagheera, 1974
Matra-Simca Bagheera (1973-1980): ein unkonventioneller Sportwagen. Der Bagheera war ein kompaktes Coupé, das von 1973 bis 1980 von der französischen Firma Matra in Zusammenarbeit mit Simca (damals Teil der Chrysler Europe Gruppe) gebaut wurde. Während Matra auf den Rennstrecken der Welt zahlreiche sportliche Erfolge feierte, konnte man dies von der Straßenproduktion nicht behaupten, denn das Modell 530 konnte keine ausreichenden Verkaufszahlen erzielen. So kam die Idee auf, ein neues Modell zu produzieren, und um die Kosten niedrig zu halten, fand das Unternehmen in Simca einen kommerziellen Verbündeten. 1973 wurde der Bagheera geboren, benannt nach dem schwarzen Panther aus Rudyard Kiplings Dschungelbuch, der für seine Eleganz und Wendigkeit steht. Der Bagheera war mit über 47.000 produzierten Exemplaren ein großer kommerzieller Erfolg und wurde wegen seines schnittigen Designs manchmal als kleiner Ferrari“ bezeichnet, obwohl er weniger leistungsfähig war und mehr Anklang fand. Sein Preis lag bei der Markteinführung 1973 bei 23.000 französischen Francs, was damals etwa 3.500 bis 4.000 Dollar entsprach.
Er war mit einem vom Simca 1100 Ti abgeleiteten Vierzylindermotor ausgestattet, der zur besseren Gewichtsverteilung zentral und quer eingebaut war, eine Lösung, die in jenen Jahren nur vom Lamborghini Miura praktiziert wurde. Anfänglich mit 1,3 Litern und 84 PS, später in der zweiten Serie auf 1,4 Liter und 90 PS gesteigert.
Die Karosserie bestand aus Glasfaserplatten und war aerodynamisch so ausgelegt, dass eine Höchstgeschwindigkeit von über 180 Stundenkilometern erreicht werden konnte. Der Innenraum des Bagheera zeichnete sich durch eine wirklich einzigartige Idee aus: drei Vordersitze nebeneinander statt der klassischen zwei, was ihn zu einem der wenigen Sportwagen mit dieser Lösung machte. Das Cockpit war mit einer Instrumentierung im Flugzeugstil ausgestattet. 1980 wurde die Produktion des Matra-Simca Bagheera eingestellt und durch den Matra Murena ersetzt, der das Konzept der drei nebeneinander.
VERSIONEN - Bagheera S (1976): Aufgerüstet mit 90 PS, neuer Verkleidung und kosmetischen Verbesserungen. Bagheera X (Prototyp): Eine experimentelle Version mit einem stärkeren Motor, die nie in Produktion ging. Bagheera Serie 2 (1976-1980): Ein Restyling, das aerodynamische Verbesserungen und ein neues, moderneres Armaturenbrett einführte.
Der Bagheera wurde bei Werbeveranstaltungen für Simca und Matra eingesetzt und wurde zu einer Stilikone der damaligen Zeit. Heute ist der Bagheera ein Sammlerauto, obwohl es schwierig ist, gut erhaltene Exemplare zu finden, da das Stahlchassis unter Rost leidet.
KURIOSITÄT: Matra baute 1974 einen Hybrid-Prototyp auf Basis des Bagheera, den Matra Bagheera Diesel Électrique.
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